Early childhood education research

April 11th – 13th 2018

An der ersten internationalen Konferenz an der pädagogischen Hochschule in Weingarten zum Thema „Bildung in der frühen Kindheit“ referierten namhafte Dozentinnen und Dozenten aus Deutschland, Finnland, Griechenland, Österreich, Schweden und der Schweiz.

Präsentiert wurden Forschungsergebnisse über Qualitätskriterien in Kitas und Vorschulprogrammen in den EU-Ländern. Unterschiedliche Untersuchungen zeigten klar auf, wie entscheidend eine hohe Qualität der Lehrperson-Kind-Interaktion und die Erfahrung der Lehrperson im Unterricht die akademischen und sozialen Fähigkeiten, die Selbstkompetenz und die Lernmotivation der Kinder beeinflussen.

Prof. Dr. Sonja Perren wertete die Qualität der Betreuungspersonen in Schweizer Kitas aus. Im Bereich des sozialen und emotionalen Verhaltens leisten die Betreuungspersonen wertvolle Arbeit. Einen zu tiefen Wert erlangt die aktive Lernunterstützung, sprich der Bildungsbereich. Diese Erfahrung machen wir auch in unserer täglichen Zusammenarbeit mit Kitas und Spielgruppen. Die Leiterinnen in den Institutionen sind an erster Stelle Betreuungspersonen und damit sind sie ausgelastet. Es bleibt kaum Zeit, um Lernziele oder Bildungsprogramme anzubieten und in einem Rhythmus in der Tagesstruktur umzusetzen. Genau da setzt unser nachhaltiges Sprachförderprogramm an und ergänzt das Angebot in den Vorschuleinrichtungen.

Prof. Dr. Sonja Perren betonte auch, dass in Spielsequenzen mit der Anwesenheit einer Fachperson der Lerneffekt grösser ist. In unsere Arbeit sehen wir, dass vor allem Kinder aus bildungsfernen  Familien die aktive Mitarbeit einer Lehrperson und deren Anregungen im Spiel für die Entwicklung ihrer Kompetenzen benötigen. Auch diese Aussage unterstützt unser Unterrichtsmodell mit den spannenden Lernkisten.

Diese internationale Konferenz birgt ein grosses Potenzial, um auch in Zukunft vermehrt die Erfahrungen und Forschungsresultate zwischen verschiedenen Ländern auszutauschen und voneinander zu lernen. Beeindruckt haben mich vor allem die Ergebnisse und Modelle der nordischen Länder, in welchen seit Jahren eine professionelle frühe Förderung zum Alltag gehört.

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2018-04-22T14:21:52+00:00

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